Neulich fragte mich eine Kundin, warum ich immer nach den Auswirkungen frage, die etwas auf ihr Leben hat.
In ihrem Fall war es so: Sie kam mit dem Wunsch zu mir, endlich regelmäßig Sport zu machen. Oft hatte sie sich schon zu einem Yogakurs, Wassergymnastik oder einer Walking Gruppe angemeldet. Dann ging sie 1-3 mal dorthin und dann kam immer wieder etwas dazwischen.
Sie verstand nicht, warum sie das nicht durchziehen konnte, warum „es“ nicht klappte.

Wir sind mit unserem System verbunden

Nun, es ist so, dass wir alle in einem System leben und auf irgendeine Art und Weise mit den Menschen um uns rum verbunden sind. Stelle es dir wie ein unsichtbares Band vor. Wenn ich nun meine Position verändere, dann werden durch dieses Band auch andere Menschen bewegt.

Wenn ich also anfange, einmal in der Woche abends nicht zu Hause zu sein, und mein Mann auf die Kinder aufpasst, verändert sich etwas. Anfangs ist es vielleicht noch toll für die Kinder, weil Papa sonst abends eher selten Zeit hat. Dann merken sie, dass Papa manche Dinge anders regelt, als Mama und es wird unbequem. Auch für den Vater ändern sich Dinge, er macht neue Erfahrungen, die er sich so vielleicht nicht gewünscht hat. Und du merkst, wenn du nach Hause kommst, ist die Stimmung nicht mehr so leicht und fröhlich, wie beim ersten Mal. Du wirst vielleicht mit einem „Bist du auch endlich wieder da?“, begrüßt und es macht sich eine schleche Stimmung breit.

Auf einmal merkst du, dass dir der Sport doch nicht so viel Spaß macht und überlegst ob es einfacher wäre, du würdest zu Hause turnen, damit die Stimmung wieder besser wäre.

Das ist jetzt nur verkürzt dargestellt und läuft natürlich nicht immer so ab. Was jedoch immer passiert ist, dass wir merken, unser neues Verhalten wirkt sich nicht nur auf uns aus. Und darauf sind wir oft nicht vorbereitet. Du stellst dir vor, wieviel Spaß der Sport macht, wie gut es sich anfühlt und wie schön es ist, mal einen Abend etwas anderes zu erleben. Und dann trifft diese Vorstellung auf eine so ganz andere Reaktion deiner Familie.

Was kannst Du nun also tun?

Erst mal, sei wertschätzend mit dir selber. Es ist doch total verständlich, dass du eine gute Stimmung zu Hause haben möchtest, das möchte ich auch. Und es mach auch keinen Spaß, gut gelaunt nach Hause zu kommen und in lauter grießgrämige Gesichter zu schauen.

Frage Dich, was ist Dein Ziel?

Warum möchtest du Sport machen, wie wichtig sind dir diese Gründe. Wenn du nun die aktuelle Situation ansiehst, (wie bei meiner Kundin: immer wieder nur kurz Sport machen und dann wieder aufhören) frage dich, was für Auswirkungen auf dein Ziel hat das? Erreichst du es so auf direktem Wege, bleibt alles gleich oder erreichst du es gar nicht?

Ich vermute, dass du dein Ziel so nicht erreichst. Also ist es an der Zeit hinzuschauen und etwas anders zu machen.

Wähle einen anderen Weg!

Frage dich, was für Auswirkungen es auf dich hätte, wenn du dein Ziel erreichst.

Woran würde deine Familie merken, dass du dein Ziel erreichst hast?

Und was ist der Preis, den du und deine Familie dafür zahlen müssen?
In dem Falle meiner Kundin war es so, dass sie durch den Sport mehr Energie und bessere Laune haben würde. Die Familie aber so sehnsüchtig auf ihre Rückkehr wartete, dass die Laune dort schlecht war. Eine echte Zwickmühle für meine Kundin.

Sie kam auf die Idee, mit ihrer Familie zu besprechen, warum ihr der Sport wichtig ist und wieso es ihr schwer fiel, mehr als nur die ersten paar Male dorthin zu gehen. Im Coaching probierte sie aus, was ihr helfen würde, für sich einzustehen und was ihr den Rücken für dieses Gespräch stärken könnte.

Die Sache mit der Zitrone

Diese Frage nach den Auswirkungen und das „so tun als ob“ haben einen wissenschaftlichen Hintergrund. Denn unser Gehirn kann nicht unterscheiden, ob ich mir etwas nur vorstelle, oder ob es wirklich passiert. Mein liebstes Beispiel dafür ist die Geschichte von der Zitrone.

Hast du Lust auf dieses kleine Experiement?

Wenn ich im Coaching nach den Auswirkungen frage und einlade, sich die Situation schon mal vorzustellen, dann laufen im Gehirn die gleichen Prozesse ab, als wenn du tatsächlich in der Situation bist. So kannst du schon mal testen, wie es sich für dich anfühlt, ob du aufgeregt bist, oder ruhig. Und dein Gehirn sucht nach Wegen, wie die Situation gelingen kann, denn es will ja nur das Beste für dich.

Daher ist es so wichtig, sie auszumalen, und zu träumen, was wäre wenn. Je öfter du in dieses Gefühl eintauchst, um so leichter wird es, in der realen Situation dann auch so zu agieren, wie du willst.

Achtung: Das funktioniert genauso mit negativen Dingen! Wenn Du dir neagtive Situationen vorstellst, kommen auch die negativen Gefühle dazu hoch. Bleibe also lieber bei den positiven Gedanken.

Stelle dir öfter mal die Frage, welche Auswirkungen dein Verhalten hat,ob es dich zu deinem Ziel führt und überprüfe auch, wie dein Umfeld reagiert. Nicht, um wieder aufzugeben, sondern um dir Unterstützung zu holen, damit du deine Ziele erreichst!

Unterstützung findest Du auch bei mir, vereinbare jetzt Deinen Termin für ein kostenloses Startgespräch!

p.s. Gedanken und Zitronen haben also nicht wirklich etwas gemeinsam. Das Experiment mit der Zitrone zeigt aber, wie wirkungsvoll unsere Gedanken sind. 😉